Sicher zur Schule: Was Kinder für ihren Schulweg wissen sollten

Sifu Eugen Fuchs
Kids Neuigkeit
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8 wichtige Regeln für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit auf dem Schulweg

Mit dem neuen Schuljahr verändert sich für viele Kinder auch der Alltag. Gerade Erstklässler lernen neue Wege kennen, ältere Kinder gehen vielleicht zum ersten Mal ohne ihre Eltern zur Schule.

Wie können Eltern ihr Kind darauf vorbereiten, ohne ihm unnötig Angst zu machen?

 

Entscheidend sind einfache Regeln, Aufmerksamkeit und das Wissen, was man selbst tun kann, wenn eine Situation einmal unangenehm oder ungewöhnlich wird.

1. Den Schulweg gemeinsam üben

Gehen Sie den Weg zur Schule mehrmals gemeinsam ab – möglichst zu den Zeiten, zu denen Ihr Kind später tatsächlich unterwegs sein wird.

Besprechen Sie Kreuzungen, Ein- und Ausfahrten und unübersichtliche Stellen. Mit zunehmender Sicherheit kann Ihr Kind selbst zeigen, wo es die Straße überquert und worauf es besonders achten muss.

Wenn es sich anbietet, können gerade jüngere Kinder außerdem gemeinsam mit Geschwistern, Freunden oder anderen Schulkindern unterwegs sein.

 

2. Der sicherste Weg ist wichtiger als der kürzeste

Ein kleiner Umweg kann sinnvoll sein, wenn dadurch stark befahrene oder schlecht einsehbare Stellen vermieden werden.

Ampeln, Zebrastreifen und übersichtliche Straßenübergänge sind wichtiger als ein paar gesparte Minuten.

Planen Sie morgens außerdem genügend Zeit ein. Wer unter Zeitdruck unterwegs ist, wird schneller unaufmerksam.

3. Die Umgebung wahrnehmen – und selbst gut sichtbar sein

Kinder sollen ihren Schulweg unbeschwert gehen können und trotzdem mitbekommen, was um sie herum geschieht.

Smartphone, Kopfhörer und andere Ablenkungen sollten Verkehr und Umgebung deshalb nicht in den Hintergrund rücken.

Gerade in der dunkleren Jahreszeit spielt auch die eigene Sichtbarkeit eine Rolle. Helle Kleidung und reflektierende Elemente helfen anderen Verkehrsteilnehmern, Kinder früher zu erkennen.

4. Mit fremden Erwachsenen nicht ins Gespräch kommen

Wird ein Kind von einer fremden erwachsenen Person angesprochen, muss es weder stehen bleiben noch antworten.

Eine einfache Regel gibt Orientierung:

Wahrnehmen. Abstand halten. Weitergehen.

Kinder müssen niemandem den Weg erklären, nichts annehmen, niemandem helfen und natürlich nirgendwo mitgehen.

Damit wird nicht vermittelt, dass fremde Menschen grundsätzlich gefährlich sind. Ein Kind soll vielmehr wissen:

Ich muss mich auf eine unbekannte Situation nicht einlassen.

5. Klare Regeln fürs Abholen vereinbaren

Kinder sollten genau wissen, wer sie abholen darf und was gilt, wenn sich etwas kurzfristig ändert.

Ein innerhalb der Familie vereinbartes Codewort kann eine zusätzliche Absicherung sein, ersetzt aber keine klare Abholregel.

Die wichtigste Vereinbarung sollte möglichst einfach sein:

Ist etwas anders als vereinbart, gehe ich nicht einfach mit.

Je eindeutiger solche Absprachen sind, desto weniger muss ein Kind in einer ungewohnten Situation selbst abwägen.

6. Wenn jemand näherkommt oder folgt: handeln

Folgt eine fremde Person dem Kind oder nähert sie sich trotz des geschaffenen Abstands weiter, sollte es nicht stehen bleiben oder diskutieren.

Jetzt zählt:

Abstand schaffen. Weggehen oder weglaufen. Laut werden. Aufmerksamkeit erzeugen.

Das Kind sollte sich möglichst dorthin bewegen, wo andere Menschen sind, und nicht versuchen, sich irgendwo allein zu verstecken.

In einer solchen Situation muss ein Kind nicht höflich sein. Entscheidend ist, sich aus der Situation zu entfernen und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen.

7. Aktiv Hilfe holen

Kinder sollten nicht nur wissen, dass sie Hilfe holen dürfen, sondern auch wo und wie.

Besprechen Sie deshalb schon vorher geeignete Anlaufstellen entlang des Schulwegs. Ein Geschäft, eine Apotheke, eine Schule oder ein anderer belebter Ort kann im Ernstfall eine wichtige Anlaufstelle sein.

Auch andere Menschen dürfen gezielt angesprochen werden:

„Bitte helfen Sie mir!“

Wer solche Möglichkeiten vorher kennt, muss in einer ungewohnten Situation nicht erst überlegen, wohin er sich wenden kann.

8. Kinder müssen wissen: Ich darf alles erzählen

Wenn etwas Angst gemacht hat, unangenehm war oder sich einfach komisch angefühlt hat, sollten Kinder wissen, dass sie damit immer zu ihren Eltern oder einer anderen vertrauten Person kommen dürfen.

Das gilt auch, wenn jemand Druck ausgeübt oder verlangt hat, dass etwas geheim bleiben soll.

Besonders wichtig:

Ein Kind darf auch dann erzählen, wenn es glaubt, selbst etwas falsch gemacht zu haben.

Die Sorge vor Ärger sollte niemals verhindern, dass ein Kind sich Hilfe holt.

Regeln kennen ist gut. Sie anwenden können ist entscheidend.

Viele dieser Punkte lassen sich mit Kindern leicht besprechen. In einer ungewohnten oder stressigen Situation tatsächlich darauf zurückzugreifen, ist etwas anderes.

Deshalb sollten solche Fähigkeiten nicht nur erklärt, sondern altersgerecht geübt werden. An solchen und anderen Themen arbeiten wir in unserem Kindertraining – praktisch, altersgerecht und ohne Kindern Angst zu machen.

Unser Ziel: Kinder sollen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und wissen, was sie tun können, wenn es darauf ankommt.

Kindertraining in Radevormwald, Remscheid-Zentrum, Remscheid-Lennep, Kierspe und Leverkusen-Schlebusch

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